Nun nachdem in den vergangenen sechs Wochen, die diese Blogger Aktion lief, unzählige Blogger etwas über ihr Studium, die Ausbildung oder den Job berichtet haben oder nicht. Gestern Christina dran gewesen wäre, auch wenn man den letzten wirklichen Post zu dieser Kooperation bei Henrietta findet, und heute am letzten Tag bin ich dran, also das Schlusslicht. Moi: Studentin im dritten Semester der Merz Akademie in Stuttgart des Studienganges "Gestaltung, Kunst und Medien" (Bachelor). Auf deutsch gesagt: Kommunikationsdesignstudium mit Schwerpunkt New Media. Es gäbe einiges zu erzählen über mein Engagement als AStA-Mitglied (Studentenausschuss), mein sonstiges kreatives Schaffen und natürlich das studentische Herumtreiben. Aber all das könnt ihr bereits hier auf meinem Blog erfahren, erleben und mitlesen. Weswegen ich nicht noch einmal explizit über das Studentenleben berichten muss, zumal das wohl mittlerweile jeder aus dieser Aktion bereits getan hat.
Im Zeitalter der Globalisierung haben wir seit einigen Generationen den Luxus unsere Träume und Karrieren in alle möglichen Richtungen zu legen. Es stehen einem Möglichkeiten offen von denen unser einer (Groß)Eltern nur geträumt hätten. Sei es die Tatsache, dass es heutzutage Gang und Gebe ist im Ausland Erfahrungen zu sammeln oder unkonventionelle Berufsbilder, v.a. künstlerische, mittlerweile gefördert und vielfach verfolgt werden. Mit diesem Meer an Gelegenheiten, sind wir allerdings auch eine Generation, die teilweise zielloser nicht sein könnte. Die Entscheidung für eine (Lebens)Richtung fällt immer schwerer. Die Angst etwas verpassen zu können wird umso größer. Heutzutage wird sogar bereits die Schule verpönt. Man bräuchte sie nicht. Es ist langweilig, scheiße und hat keinen Nutzen. Solche Töne hat doch jeder von uns irgendwann mal auch von sich gegeben, ganz egal wie gut man schulisch war. Es gab Tage, da war die Schule der absolute Erzfeind Nummero uno. Und doch, Schule ist wichtig. Bildung ist wichtig! Jeder einzelne von uns hat das absolute Privileg in einem der fortgeschrittensten Industrieländer der Welt zu leben, einen hohen Lebensstandard zu genießen und die Möglichkeit alle Chancen dieser Welt zu ergreifen. Eines davon ist die Bildung. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder erstens dankbar für unsere Bildungsmöglichkeiten sein sollte und zweitens sie sogut ergreifen sollte wie nur möglich.
Schließlich leben wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es notwendig ist eine gewisse Leistung für ein gewisses Einkommen zu erbringen, wenn man den jetzigen Lebensstandard weiterführen möchte, ohne dass man dazu gezwungen ist auf staatliche Unterstützung zurück zugreifen und/oder in "untere Sozialschichten" abfällt. Ohne Bildung, weniger Leistung und somit keine Sicherheit, kein Geld und kein "schönes" Leben. So knallhart dies auch klingen mag, es entspricht der Wahrheit. Es ist egal ob Real-/Hauptschulabschluss, Abitur, Studium oder Ausbildung. Es gibt keinen Musterweg für jeden. Welchen ihr jedoch auch wählt, er sollte zu euch passen. Aber bildet euch! Nicht nur, weil wir die Genies von morgen sein können. Diejenigen, die möglicherweise die Welt, den Kontinent, das Land, die Stadt, die Nachbarschaft oder die Familie verändern können. Sondern auch für uns selbst. Die Pflicht, die wir gegenüber uns als Person haben, als Individuum, sich zu entwickeln, zu wachsen und den eigen gesetzten Träumen/Zielen mit allen Mitteln zu folgen. Bildung ist der Anfang und der Schlüssel.
